Aufarbeitung Vergangenheit und Neugestaltung Zukunft

Aufarbeitung Vergangenheit und Neugestaltung Zukunft

Das Postulat Ruiz fordert die Aufarbeitung der Vergangenheit und Vorschläge zur Neugestaltung der Zukunft

Der Nationalrat hat im Februar 2018 das Postulat Ruiz überwiesen, das Licht ins dunkle Kapitel der vergangenen Adoptionspraxis bringen und Verbesserungen für die Zukunft vorschlagen soll. Das Bundesamt für Justiz wird bis Ende 2020 den Bericht zur Beantwortung des Postulats erarbeiten. Im Februar 2020 wird ein erstes Ergebnis erwartet, die wissenschaftliche Analyse der vergangenen Adoptionspraxis in Genf, Bern, St. Gallen und den Bundesstellen.

Back to the Roots kann als Mitglied der Begleitgruppe zum Postulat Ruiz die Anliegen der Betroffenen einbringen und an der Neugestaltung der Zukunft mitwirken.

Adoptionsvermittlungsstelle in St. Gallen wurde untersucht

Der Kanton St. Gallen hat einen wissenschaftlichen Bericht erarbeiten lassen über die Vermittlungsstelle von Alice Honegger. Der Bericht «Die Vermittlerin» von Sabine Bitter wurde im Januar 2019 publiziert. Darin wird festgestellt, dass der Kanton St. Gallen seine Aufsichtspflicht nur ungenügend wahrgenommen hat.

Back to the Roots hat erreichen können, dass die Stiftung Adoptio im Februar 2020 alle Adoptionsdossiers im Original dem Staatsarchiv St. Gallen zur Aufbewahrung übergeben hat.

Bericht «Die Vermittlerin»

Back to the Roots fordert weiter

Neugestaltung der Zukunft: Aus den Erkenntnissen der Vergangenheit müssen wir lernen. Die heute geltenden Verfahren sind so zu gestalten, dass sich das geschehene Unrecht nicht wiederholen kann. In der Auseinandersetzung mit internationalen Adoptionen muss das Wohl des Kindes in den Vordergrund gerückt werden.

Untersuchung durch unabhängige Experten: Back to the Roots erwartet, dass aufgrund des Berichts zum Postulat Ruiz das an den betroffenen Personen begangene Unrecht anerkannt und eine wissenschaftliche Aufarbeitung der vergangenen Adoptionspraxis verlangt wird. Diese Aufarbeitung muss gesamtschweizerisch erfolgen und von unabhängigen Experten aus den Bereichen Recht, Soziologie, Psychologie und Geschichte geleitet werden.

Anerkennung des Unrechts und Wiedergutmachung für die Betroffenen: Das an den betroffenen Personen begangene Unrecht wird öffentlich anerkannt. Die Wiedergutmachung, Unterstützung und Beratung der Betroffenen ist gesamtschweizerisch sicherzustellen.

Weitere Projekte und Aktionen von BTTR

  • Überprüfung aller privaten Adoptions-Vermittlungsstellen in der Schweiz
  • Transparente Darstellung der Auswirkungen einer Adoption aus Sicht der Betroffenen (Entwicklungstrauma)

Unterstützen Sie die Anliegen der Betroffenen

Können Sie mit Ihrem beruflichen Hintergrund einen Beitrag leisten zur Aufarbeitung? Melden Sie sich bei uns. Wir sind um jedes Puzzle-Teil froh, das uns einen Schritt weiterhilft.