Kategorie: Aktuell

Hebet eu Sorg und bleibt gesund!

Hebet eu Sorg und bleibt gesund!

Die aktuelle Situation, ausgelöst durch das COVID19-Virus, stellt vieles auf den Kopf und fordert uns alle auf unterschiedliche Art und Weise. Dabei sorgen wir uns um unsere Liebsten, auch in Sri Lanka.

Trotz den zahlreichen Herausforderungen die wir zu bewältigen haben, sind wir für euch da! Hebet eu Sorg und bleibt gesund!

Euer Back to the Roots Team

Absage Adoptierten-Treffen

Absage Adoptierten-Treffen

Hallo zusammen,

aufgrund der neuen Bestimmungen des Bundesrates, müssen wir leider das nächste Adoptierten-Treffen absagen. Wir sind am überlegen, welche Alternative wir euch für eure Fragen zum ZHAW-Bericht anbieten können. Sobald wir etwas Konkretes haben, werden wir euch informieren.
Alle bezahlten Beiträge werden selbstverständlich zurückerstattet.
Sobald sich die Lage beruhigt hat, werden wir euch ein neues Datum für das Adoptierten-Treffen bekannt geben.

Vielen Dank für euer Verständnis und wir wünschen euch alles Gute, bleibt gesund🍀!

Herzliche Grüsse
Team Back to the Roots

Jahresbericht 2018/2019

Jahresbericht 2018/2019

Recht auf Identität

Für alle Menschen ist die eigene Identität Ausgangspunkt und Grundstein für eine gesunde Entwicklung. Identität gründet auf der Kenntnis über die eigene Herkunft, Familie, Kultur und unserer individuellen Geschichte. Wenn wir Adoptierte uns die Frage nach unserer Identität stellen, müssen wir einen langen Weg zu unseren Wurzeln zurücklegen. Wir wagen uns auf eine unsichere Reise in die Vergangenheit. Einmal auf dem Weg, ist nichts mehr wie vorher.

Vor drei Jahren bin ich auf die Suche nach meiner Herkunft gegangen. Ich habe begonnen, die erforderlichen Dokumente zusammen zu tragen und bin damit nach Sri Lanka gereist. Meine leiblichen Verwandten habe ich nicht gefunden, weil meine Adoptionsunterlagen sich als Fälschung herausgestellt haben. Was bleibt, ist die Hoffnung und die Sehnsucht nach meiner Familie.

Im Austausch mit den anderen Adoptierten von Back to the Roots erreichen mich ähnliche Geschichten. Die Betroffenen sind sehr verunsichert. Statt auf Antworten zu treffen, tun sich existentielle Fragen auf: Wieso habe ich in meinen Adoptionsunterlagen zwei verschiedene Geburtsnamen? In meinem Adoptionsdossier fehlen zentrale Dokumente. Wurde das Adoptionsverfahren überhaupt sorgfältig durchgeführt? Wie gehe ich damit um, wenn die Abklärungen vor Ort in Sri Lanka ergeben, dass die Geschichte meiner Adoption erfunden ist? Auf was baue ich nun meine Identität?

Diese Fragen ziehen einem den Boden unter den Füssen weg. Selbst ein stabiles familiäres Umfeld und gute Freunde können oftmals diesen Schmerz nicht auffangen. Die vielen Anfragen bei Back to the Roots zeigen, dass Betroffene in dieser Situation alleine dastehen. Wir Adoptierten brauchen jemanden, der unabhängig ist, unsere Situation versteht und nichts zu rechtfertigen braucht. Wir brauchen Unterstützung von Fachpersonen, die mit uns dafür kämpfen, dass unser Recht auf Identität gewährt wird und wir einen Bezug zu unseren Wurzeln in Sri Lanka aufbauen können.

Seit dem revidierten Adoptionsrecht von 2018 besteht ein gesetzlicher Anspruch, die Identität der leiblichen Familie zu kennen. Die Behörden stehen damit in der Pflicht, unsere Familien ausfindig zu machen. Dabei denke ich nicht nur an adoptierte Personen, sondern auch an Menschen, die mit Samenspenden oder Leihmutterschaft entstanden sind.

Es ist endlich an der Zeit, dass die Gesetze im Sinne der Betroffenen umgesetzt werden. Der Bundesrat hat sich an die Arbeit gemacht und wird bis Ende 2020 seinen Bericht zum Postulat Ruiz fertigstellen. Zusammen mit dem Team von Back to the Roots setze ich mich persönlich dafür ein, dass der Bericht griffige Massnahmen formuliert, welche uns Adoptierten konkret unterstützen. Die Behörden haben signalisiert, dass sie unsere Anliegen ernst nehmen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Bund und den Kantonen und danke allen, die uns dabei unterstützen!

Sarah Ramani INEICHEN
Präsidentin
Back to the Roots

PDF Jahresbericht

Betroffene reagieren auf die Publikation des ZHAW Berichts über Adoptionsverfahren aus Sri Lanka

Betroffene reagieren auf die Publikation des ZHAW Berichts über Adoptionsverfahren aus Sri Lanka

Kinderhandel aus Sri Lanka: Betroffene fordern sofortige Unterstützung bei der Herkunftssuche

Schweizer Behörden haben über Jahrzehnte den Handel mit Kindern aus Sri Lanka toleriert und gar ermöglicht. Dies wird heute von einer historischen Analyse im Auftrag des Bundesamtes für Justiz offiziell bestätigt.

«Dieser wissenschaftliche Bericht ist ein erster Schritt zur Aufarbeitung und eine Anerkennung des Schmerzes einer ganzen Generation von Kindern und deren Familien» sagt Sarah Ineichen Präsidentin von Back to the Roots.  «Wir erwarten von den Schweizer Behörden eine Entschuldigung für das erfahrene Unrecht und Unterstützung bei der Suche nach unseren Wurzeln.»

Der Bericht der ZHAW mit dem Titel «Adoptionen von Kindern aus Sri Lanka in der Schweiz 1973–1997» ist eine umfassende Auflistung von Verfehlungen in der Adoptionspraxis der 70er bis 90er Jahre in der Schweiz. Unter den Augen der Behörden hat über Jahre ein Handel mit Kindern aus Sri Lanka in die Schweiz stattgefunden.

Lesen Sie die Medienmitteilung von Back to the Roots

Betroffene schildern, was dieser Bericht bei ihnen auslöst.

Links und Downloads

Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW hat ihren Bericht über die vergangene Adoptionspraxis in der Schweiz veröffentlicht.

Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW hat ihren Bericht über die vergangene Adoptionspraxis in der Schweiz veröffentlicht.

Schweizer Behörden haben über Jahrzehnte den Handel mit Kindern aus Sri Lanka toleriert und gar ermöglicht. Dies wird nun von einer historischen Analyse im Auftrag des Bundesamtes für Justiz offiziell bestätigt.

«Dieser wissenschaftliche Bericht ist ein erster Schritt zur Aufarbeitung und eine Anerkennung des Schmerzes einer ganzen Generation von Kindern und deren Familien» sagt Sarah Ineichen Präsidentin von Back to the Roots. «Wir erwarten von den Schweizer Behörden eine Entschuldigung für das erfahrene Unrecht und Unterstützung bei der Suche nach unseren Wurzeln.»

Der Bericht der ZHAW mit dem Titel «Adoptionen von Kindern aus Sri Lanka in der Schweiz 1973–1997» ist eine umfassende Auflistung von Verfehlungen in der Adoptionspraxis der 70er bis 90er Jahre in der Schweiz. Unter den Augen der Behörden hat über Jahre ein Handel mit Kindern aus Sri Lanka in die Schweiz stattgefunden.

Weitere Informationen zur Publikation des Berichts und Reaktionen von Betroffenen finden

Stiftung Adoptio übergibt Adoptionsdossiers an das Staatsarchiv St. Gallen

Stiftung Adoptio übergibt Adoptionsdossiers an das Staatsarchiv St. Gallen

Der Kanton St. Gallen hat Back to the Roots am 12. Februar 2020 informiert, dass die Stiftung Adoptio 253 Dossiers mit Klientenakten der Stiftung Adoptio, bzw. deren Vorgängerinstitution «Haus Seewarte» dem Staatsarchiv des Kantons St. Gallen übergeben hat. Damit ist ein Meilenstein erreicht, auf den Back to the Roots mit Interventionen beim Kanton St. Gallen und dem heutigen Stiftungsrat seit rund zwei Jahren hingearbeitet hat. 

Das Haus Seewarte, bzw. die Stiftung Adoptio von Alice Honegger war eine der wichtigsten Adoptionsvermittlungsstellen für Kinder aus Sri Lanka in die Schweiz. Adoptierte auf der Suche nach ihrer Herkunft haben gegenüber Back to the Roots berichtet, dass sie von der Stiftung Adoptio auf Anfrage unvollständige oder sogar falsche Adoptionsdossiers erhalten haben. Bereits 1998 stellten die Behörden des Kantons St. Gallen eine «erhebliche Unordnung» in den Akten der Stiftung fest. Mit der Übergabe der Klientendossiers an das St. Galler Staatsarchiv ist ein weiterer Meilenstein zur Aufarbeitung der Geschichte der Stiftung Adoptio getan. 

Adoptierte auf Herkunftssuche, deren Adoption durch Alice Honegger vermittelt wurde, können sich weiterhin entweder an die Zentralbehörde Adoption ihres Wohnkantons (Liste der Adressen) oder an die Zentralbehörde Adoption des Kantons St. Gallen wenden.

«Das Schicksal der verkauften Kinder aus Sri Lanka» Bericht im Beobachter vom 14.2.2020

«Das Schicksal der verkauften Kinder aus Sri Lanka» Bericht im Beobachter vom 14.2.2020

Anja Koenings und Celine Fässler wurden als Kinder von Sri Lanka in die Schweiz adoptiert. Gegenüber dem Beobachter erzählen sie von der Suche nach ihren Wurzeln in Sri Lanka und davon, wie schwierig es ist, vertrauenswürde Unterstützung zu finden für die Nachforschungen in Sri Lanka. Artikel lesen

UNO-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen von Personen untersucht internationale Adoptionen in der Schweiz

UNO-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen von Personen untersucht internationale Adoptionen in der Schweiz

Am 30. und 31. März wird der UNO-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen von Personen in Genf die Schweiz untersuchen. Insbesondere muss die Schweiz den Fortschritt in der Umsetzung des Postulats Ruiz darlegen, und aufzeigen, wie garantiert werden soll, dass es bei internationalen Adoptionen nicht mehr zu «unrechtmässigen Entziehungen» im Sinne des Übereinkommens kommt.

Back to the Roots begrüsst die Untersuchung der systematischen illegalen Adoptionen unter dem Gesichtspunkt des erzwungenen Verschwindenlassen, und den damit einhergehenden Fokus auf die strafrechtlichen Konsequenzen und die geschuldeten Unterstützung für die Opfer. Wir erwarten, dass sich die Schweiz an die im internationalen Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen festgehaltenen Verpflichtungen hält (in Kraft seit 1. Januar 2017).

Links

Internationales Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen

UNO-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen von Personen

UNO-Ausschuss gegen das Verschwindenlassen von Personen, Session vom 30. März bis 9. April 2020, Liste der Diskussionspunkt (englisch)

Adoptierten-Treffen Back to the Roots, 12. Januar 2020

Adoptierten-Treffen Back to the Roots, 12. Januar 2020

Liebe Adoptierte,

herzlich laden wir euch zu unserem nächsten Adoptierten-Treffen ein.

Wir treffen uns am Sonntag 12.Januar 2020 zu einem gemütlichen Brunch in Bern. Wir konnten dieses Mal ein Lokal ganz für uns alleine reservieren. Die Kosten für Buffet und ein Heissgetränk belaufen sich auf 35.- pro Person.

Der offizielle Teil wird von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr dauern. Danach besteht die Möglichkeit für ein gemütliches Sitzenbleiben!

Das Lokal verfügt nur über eine beschränkte Anzahl an Sitzplätzen, deshalb meldet euch raschmöglichst bei uns an, es gilt, first come, first served!

Anmeldungen nehmen wir bis am 5.Januar 2020 entgegen. 

Bitte benutzt dieses elektronische Anmeldeformular.

Nach der online Anmeldung und Einzahlung von 35 Franken erhält ihr ein Bestätigungsmail von uns.

Bitte nehmt zur Kenntnis, dass  zu diesem Treffen ausschliesslich Schweizer Adoptierte aus Sri Lanka eingeladen sind, welche Mitglieder in der IG von Back to the Roots sind, um euch einen geschützten Rahmen zu bieten.

Wir freuen uns darauf, möglichst viele von euch am Treffen zu sehen.

Herzliche Grüsse

Team  Back to the Roots

Online Anmeldung

Ich bin adoptiert aus Sri Lanka und nehme gerne am Treffen vom 25.04.2020 organisiert durch BTTR teil.

1. Teil Austausch über den ZHAW Bericht 10:15-11:45 Uhr2. Teil Gemeinsames Mittagessen (Buffet) 12:00-16:00 Uhr





Das Mittagessen kostet CHF 45.-, die Getränke werden vor Ort separat verrechnet.

Bitte zahlt die CHF 45.- auf folgendes Konto ein:
IBAN: CH97 0900 0000 6112 9366 1
Postfinance
Back to the Roots
1225 Chêne-Bourg

Ich habe mich in der IG Back to the Roots eingetragen.
janein

Ich bin einverstanden, dass Fotos von mir gemacht werden und auf verschiedenen Medien genutzt werden.Ich möchte nicht, dass Fotos von mir gemacht werden.

Wir danken dir für deine Anmeldung und freuen uns auf Dich.

Team Back to the Roots

Geschafft: Die UNO nimmt unsere Anliegen in ihren Forderungskatalog auf

Geschafft: Die UNO nimmt unsere Anliegen in ihren Forderungskatalog auf

Im September 2018 hat Sarah Ineichen vor einem UNO Ausschuss die Anliegen der Adoptierten aus Sri Lanka vorstellen können. Die UNO hat unsere Anliegen aufgenommen und in ihrem Schlussbericht Empfehlungen dazu an die Schweiz formuliert.

Sarah Ineichen konnte am 15. Oktober 2018 an der 63igsten Sitzung des UNO-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte teilnehmen und die Anliegen der Adoptierten aus Sri Lanka vorstellen. Thema der Sitzung war die Formulierung des 4. Berichts zur Überprüfung der Umsetzung des Pakts, mit Fokus auf die Gesundheitserhaltung der Bevölkerung in der Schweiz.

Im September dieses Jahres wurden wir informiert, dass die Anliegen der Adoptierten aus Sri Lanka im Themenkatalog der Uno aufgenommen wurden. Anfang Oktober hat der Uno-Ausschuss den Themenkatalog mit der Schweizer Delegation diskutiert. Im Schlussbericht der Uno an die Schweiz wurde die Empfehlung aufgenommen, für Adoptierte aus Sri Lanka eine angemessene Unterstützung sicherzustellen, einschließlich psychologischer und finanzieller Unterstützung. Die rechtlichen und administrativen Mittel seien zu stärken, um die Betroffenen bei der Suche zu begleiten.

Back to the Roots ist sehr dankbar für die Unterstützung der Uno. Die leiblichen Eltern zu kennen, ist ein wichtiger Grundstein, zur Gewährung des Rechts auf eine eigene Identität. 

Link zur Medienmitteilung des Bundesrats zu den Empfehlungen der UNO für die Umsetzung von Pakt I durch die Schweiz: