Positioning IG Back to the Roots

Positioning IG Back to the Roots

Our main focus is the support of Srilankan adoptees and Srilankan mothers. Acting with professionalism, empathy and respect, our current activities are base on the following experiences, insights and values:

IG Back to the Roots for the people in the adoption triangle

The classic adoption triangle consists of the three directly affected parties:

The interest group Back to the Roots works for the parties of the adoption triangle as follows:

Adoptee

  • Wir fordern und fördern die Autonomie der adoptierten Person. Dabei respektieren wir insbesondere die individuellen Lebenswege und Entscheidungen, wie adoptiere Personen mit ihrer eigenen Geschichte umgehen.Wir fordern, dass die adoptierte Person eigenständig und ohne Druck von Adoptiveltern, Vermittlungsbüros oder sonstigen Drittpersonen entscheiden kann, ob, wie und wann sie sich mit ihrer Herkunft auseinandersetzt und eine Wiedervereinigung mit der biologischen Familie anstrebt.

 

  • Wir fördern den Austausch unter Adoptierten. Wir bieten Adoptierten einen Raum, wo ihre Geschichten angehört werden und zeigen auf, dass sie nicht alleine sind mit den Emotionen und Herausforderungen, die damit verbunden sind.

 

  • Unabhängig vom Umfeld in der Adoptiv-Familie und im Adoptiv-Land, prägt die Trennung von der leiblichen Mutter jede adoptierte Person. Wir fördern deshalb die Auseinandersetzung mit dem Thema Entwicklungstrauma und dessen Verarbeitung.

 

  • Unter Berücksichtigung der Wünsche der adoptierten Personen und der suchenden biologischen Mütter streben wir die Wiedervereinigung und den direkten Kontakt zwischen suchenden Adoptierten und suchenden Müttern an.

 

Konkret:
– Our political efforts
– Wiedervereinigung ermöglichen durch Spenden von DNA-Kits an srilankische Mütter, die ihre Kinder finden möchten
facebook-Gruppe: für den Austausch nur unter Adoptierten aus Sri Lanka
Buchtipps, Reisetipps, Therapieformen

 

Original mother

  • Wir fordern und fördern die Autonomie der leiblichen Mutter. Wir möchten den suchenden Müttern eine Stimme geben. Dabei respektieren wir deren individuellen Lebenswege und Lebensumstände. Wir wünschen uns, dass die betroffenen Mütter eigenständig und ohne Druck von Drittpersonen entscheiden können, ob, wie und wann sie sich mit dem Verlust ihres Kindes auseinandersetzen.

 

  • Wir fördern die Anerkennung des Traumas, das eine Mutter erleidet, wenn sie von ihrem Kind getrennt wird.

 

  • Wir fördern die Aufklärung suchender Mütter in Bezug auf Suchen via DNA-Datenbank und Traumaverarbeitung.

 

Konkret:
– Persönliche Gespräche mit Müttern in Sri Lanka. Es tut ihnen gut über ihre Geschichten zu sprechen Annerkennung dafür zu bekommen, was ihnen widerfahren ist.
– Stimme geben durch Medienpräsenz
Spenden von DNA-Kits an srilankische Mütter, die ihre Kinder finden möchten

 

Adoptive parents

  • Selbstverständlich spielt die Adoptivfamilie eine Schlüsselrolle im Leben der adoptieren Person. Als Interessengemeinschaft hat sich Back to the Roots jedoch entschieden, sich für die Interessen der adoptierten Personen und der suchenden Müttern einzusetzen, da es an Angeboten für diese Betroffenen fehlt.
    Wir sind überzeugt, dass eine verständnisvolle und wohlwollende Auseinandersetzung seitens der Adoptivfamilie – insbesondere der Adoptiveltern – für die adoptiere Person sehr wichtig ist. Unter unseren Buchtipps befinden sich Lektüren, die wir auch Adoptiveltern empfehlen (z.B. The Primal Wound von Nancy Verrier). Darüber hinaus verweisen wir auf Vereine und Organisationen in der Schweiz, welche sich um die Bedürfnisse der Adoptiveltern kümmern.Adoptiveltern welche unsere Arbeit für adoptierte Personen und biologische Mütter unterstützen möchten, können dies hier tun.

 

Authorities / agencies:

Ab und zu wird auch von einem Adoptionsvier- oder fünfeck gesprochen, worin die Behörden bzw. Vermittlungsstellen je eine weitere Ecke vertreten.

Von den Behörden/Vermittlungsstellen fordern wir:

  • Geschehenes Unrecht aufdecken und anerkennen
  • Betreuungsangebot ausbauen
  • Vermittlungsstellen gewissenhaft prüfen
  • Garantie von Ethik und Legalität im gesamten Prozess
  • Nichts über uns, ohne uns

 

Trauma

“Die Verbindung zwischen leiblicher Mutter und Kind ist ursprünglich, mystisch, mysteriös und ewig. Weit mehr als nur biologisch und historisch, ist diese ursprüngliche Verbindung auch zellulär, psychologisch, emotional und spirituell. So tief verläuft die Verbindung zwischen einem Kind und seiner Mutter, dass die Trennung dieser Verbindung für beide eine tiefe Wunde zur Folge hat, eine Wunde, die nie vollständig heilen kann. Im Falle einer Adoption kann die Wunde nicht vermieden werden, aber sie kann und muss anerkannt und verstanden werden.”
– Nancy Verrier

Ob sich die adoptierte Person dieser Wunde bewusst ist oder nicht, die früh angeeigneten Überlebensstrategien begleiten den Adoptierten bis ins Erwachsenenalter. Man spricht von einem frühkindlichen Trauma – oder einem Entwicklungstrauma. Die IG Back to the Roots fördert die Auseinandersetzung mit diesem Thema und empfiehlt nicht nur den Adoptierten, sondern auch deren Angehörigen und Freunden, sich mit dem Thema zu befassen. HIER findet ihr unsere Buchempfehlungen dazu.
Ausserdem legen wir jeder adoptierten Person nahe, sich therapeutische Begleitung während des Prozesses der Aufarbeitung, der Herkunftssuche, der Wiedervereinigung und die Zeit danach zu suchen. Eine Liste von Therapieformen findet ihr HIER.

Search of origins

Ob und wann eine adoptierte Person sich zur Herkunftssuche entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab. Äussere Umstände können dabei ebenso relevant sein wie die Inneren. Die folgende Grafik soll dies veranschaulichen:

 

Unsere westliche Perspektive
Einen wichtigen Schritt zur “Aneignung der eigenen Biografie”, wie es Dr. Peter G. Kühn nennt, sehen wir auch in der Annäherung an unser Geburtsland. Falls wir den Wunsch verspüren, nach unserer leiblichen Familie zu suchen, sei es nur um Antworten zu bekommen oder sei es um eine Beziehung mit unseren Blutsverwandten aufzubauen, ist es unumgänglich, uns mit dem Geburtsland und dessen Kultur auseinanderzusetzen. Wichtig dabei ist es, sich immer vor Augen zu halten, dass wir als adoptierte Person in der Schweiz eine westliche Perspektive auf unseren Weg mitgegeben bekommen haben und unsere Wahrnehmung entsprechend geprägt wurde. Die sri-lankische Kultur ist eine völlig andere als unsere. Doch anders heisst nicht besser oder schlechter, sondern schlichtweg einfach anders.

Geduld, Offenheit, Vorbereitung
Einige Adoptierte erhoffen sich, nach Sri Lanka fliegen zu könne, ihre Mutter zu treffen und Antworten auf all ihre Fragen zu bekommen. Dass in den meisten Fällen dafür zuerst eine Basis des gegenseitigen Vertrauens aufgebaut werden muss, kann dabei leicht vergessen gehen. Kulturelle Unterschiede und fehlende Sprachkenntnisse können leicht zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen führen. Dazu kommt, dass auch die leibliche Mutter durch die Trennung vom Kind ein Trauma erlitten hat und die Erinnerungen an das Erlebnis unter Umständen tief vergraben hat. Dies kann es noch schwieriger, wenn nicht unmöglich machen, die Antworten, die wir uns so sehr wünschen, zu bekommen. Um enttäuschten Erwartungen vorzubeugen, sollte man deshalb gut vorbereitet sein und – um es nochmals zu betonen – professionelle therapeutische Hilfe hinzuziehen.

“Freiwillige” Adoption
Wir hatten das Privileg, mit mehreren Müttern zu sprechen, deren Kinder adoptiert wurden. Dabei zeigte sich immer wieder: Es waren die Umstände, die Gesellschaft oder die eigenen Eltern oder andere Familienmitglieder, die diese Frauen dazu zwangen, sich von ihrem Kind zu trennen. Eine Unterschrift der Mutter auf den Papieren sagt nichts darüber aus, ob die Mutter das Kind liebt oder nicht bzw. ob sie es behalten wollte oder nicht. Sie hatte meist schlichtweg keine andere Wahl.

Nicht zu vergessen
Falls es unsere Entscheidung ist, unsere Mutter zu finden, dann müssen wir auch die Verantwortung dafür tragen, was dies auslöst. Wenn wir plötzlich in das Leben unserer leiblichen Mutter treten, kann das auch bei dieser Frau alte Wunden aufreissen. Wir sollten mit Umsicht und Vorsicht agieren und die Wünsche der Mutter respektieren. Wenn sie zum Beispiel nicht bereit ist, ihrer jetzigen Familie von uns zu erzählen oder sie uns gar nicht erst treffen möchte, so ist das zwar sehr schwierig für uns, doch der Wunsch dieser Frau sollte respektiert werden. Wir finden aber, dass diese Entscheidung alleine bei der Mutter liegen soll und keine Drittpersonen diese Entscheidung für die Mutter fällen dürfen.

 

Bei Fragen zu unserem Engagement stehen wir dir gerne zur Verfügung.