Unsere Forderungen

Unsere Forderungen

Aufarbeitung der Vergangenheit

  • Die Praxis von internationalen Adoptionsverfahren aus Sri Lanka seit 1970 bis heute ist beim Bund und den Kantonen aufzuarbeiten.
  • Die begangenen Verfehlungen sind zu ermitteln. Die Öffentlichkeit ist über rechtswidriges Verhalten der involvierten Stellen und Pflichtverletzungen zu informieren.
  • Die Aufklärungsarbeit wird durch unabhängige Experten begleitet.
  • Das an den betroffenen Personen (Adoptierte, leibliche Eltern, Adoptiveltern) begangene Unrecht wird öffentlich anerkannt. Hilfe und Wiedergutmachung für sie ist gesamtschweizerisch sichergestellt.
  • Die (gesundheitlichen) Auswirkungen illegaler Adoptionsverfahren auf die Betroffenen wird wissenschaftlich untersucht.

Anpassung der Adoptionsverfahren

  • Die Erkenntnisse der Aufarbeitung müssen in die Gestaltung der heutigen Adoptionspraxis einfliessen.
  • Den Folgen der Trennung von Mutter und Kind und dem daraus entstehenden Entwicklungstrauma ist in der Beratung von Adoptierten und Adoptiveltern ein Stärkeres Gewicht zu geben.
  • Die Aufsicht über Vermittlungsstellen muss verstärkt werden, auch für Vermittlungsstellen von Kindern aus anderen Ländern.

Die Frage ist: Wer übernimmt die Verantwortung dafür, dass die bewilligten internationalen Adoptionen legal ablaufen?

Unterstützung der Adoptierten auf Herkunftssuche

  • Adoptierte Personen und ihre Adoptiveltern brauchen Unterstützung bei der Herkunftssuche und bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen.
  • Es braucht eine neutrale Anlaufstelle, falls Probleme auftauchen mit den Behörden.
  • Die Betroffenen müssen von Fachpersonen begleitet werden – die nicht auch Adoptionen vermitteln oder fördern.
  • Für die Herkunftssuche in Sri Lanka braucht es vertrauenswürdige Kontaktstellen, die nicht in die illegalen Praktiken der Vergangenheit involviert waren.
  • Die Herkunftssuche muss für die Adoptierten kostenlos sein.

Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen in Sri Lanka

Alle Staaten, deren Bürgerinnen und Bürger von den Adoptionen “profitiert” haben (so wie die Schweiz, Holland und weitere europäische Länder), müssen in die Pflicht genommen werden, betroffene Mütter und Familien in Sri Lanka sowie Organisationen, die ihre Interessen vertreten, direkt zu unterstützen. Konkret soll der Bund mit den lokalen Behörden in Sri Lanka zusammenarbeiten, damit in Sri Lanka:

  • rechtswidriges Verhalten involvierter Stellen aufgedeckt und das geschehene Unrecht öffentlich anerkannt wird;
  • die suchenden leiblichen Mütter über die Möglichkeit informiert werden, mit einer DNA-Analyse ihre Kinder wiederzufinden und ihnen der DNA-Test abgegeben wird;
  • die suchenden leiblichen Mütter Zugang erhalten zu internationalen Datenbanken mit DNA-Informationen von vermissten Personen aus Sri Lanka;
  • die Bevölkerung über den Stand der Aufklärungen informiert wird.

Mehr dazu im Dokument «Ziele, Kernanliegen, Leistungen»