Adoptierte erzählen

Adoptierte erzählen

Lange Zeit wurde über uns entschieden und für uns gesprochen. Heute sind wir erwachsen und stehen selbst für uns ein.

Erwachsene Adoptierte aus Sri Lanka erzählen, wie es sich anfühlt, adoptiert zu sein, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen. Sie teilen ihre Geschichte mit uns und berichten von ihren Erfahrungen.

Die erste Reise nach Sri Lanka, gemeinsam mit meinem Mann, unseren 3 Kindern und meinem Vater, war ein emotionales Abenteuer. Zu sehen wie sich die Kinder mit dem Land, der Kultur und den Menschen auseinander setzen, ihren eigenen Wurzeln näher kommen, war sehr bewegend und bereichernd für mich. 
Amélie: «Mama, Sri Lanka ist jetzt auch mein Land!»
Wir durften viel Neues kennenlernen und hatten auf unserer Reise schöne Begegnungen mit verschiedenen Menschen. Es gab jedoch auch der schwierige und schwere Teil während unserer Zeit in Sri Lanka. Nach einem Jahr intensiver Suche nach meiner Mutter (laut Geburtsurkunde), haben wir mit Hilfe unseres Freundes, nun endlich die Adresse meiner Familie gefunden. Mitten im Slum, es ist bereits dunkel geworden, in einem kleinen Häuschen, mit ca 10 Personen drin…dort stand die Frau, welche ich so lange gesucht habe…mein Herz raste. Doch dann der grosse Schrecken… ihre Tochter nahm meine Geburtsurkunde in die Hand und sagt: «Ramani, dass bin ich!» Geschockt schaut sie mich an und fragt: «wieso hast du die selbe Geburtsurkund wie ich?»
Ihre Mutter erklärte, dass sie von der ‘Lady’ Geld bekam, um sich als meine Mutter auszugeben, die Verzichtspapiere zu unterschreiben und mich beim Adoptionsamt in Colombo meinen Adoptiveltern zu übergeben…
Die Welt stand für einen Moment lang still…
Ich verlor den Halt unter meinen Füssen…ich brach weinend zusammen! Schweigen, Betroffenheit und Tränen in allen Gesichtern. In diesem Augenblick realisierte ich schmerzlich  dass meine Identität nur eine Kopie, der jüngsten Tochter dieser Frau ist. Mein Name Ramani, war mein ganzes Leben lang der einzige Bezug zu meiner Amma…jetzt weiss ich gar nichts mehr über meine eigenen Wurzeln.
Wie können Menschen solche Handlungen rechtfertigen? Hat sich den wirklich niemand um unsere psychische Befindlichkeit Gedanken gemacht? Wie konnte dieser Babyhandel mit dem Wohl des Kindes über so lange Zeit gerechtfertigt werden?
Ich bin dankbar für unser 3 gesunden Kindern, für die Liebe meines Mannes, meine Familie und meine Freunde, für all das was ich heute bin und leben darf. Immer wieder höre ich, dass ich mich auf das hier und jetzt konzentrieren soll. Glaubt mir, das versuche ich mit all meiner Kraft, doch irgendwo ist da meine Familie, die Cousinen meiner Kindern…die Vergangenheit ist nicht einfach nur passé…sie wächst weiter.
Wie soll ich aufhören zu hoffen, auf hören zu suchen? Ich brauche die Gewissheit, dass meine Amma, mich freiwillig weggeben hat.
Die Vorstellung, dass ich ihr unter Druck entrissen wurde, gestohlen nach der Geburt und ihr gesagt wurde, ich sei tot…das bricht mir das Herz.
Liebe Familie und Freunde, ich danke euch aus tiefsten Herzen für eure Unterstützung und eure Liebe. 
Ihr gebt mir die nötige Kraft, um ein weiteres Stück, näher an die Wahrheit zu kommen…Danke.

S.R.I.

Je suis mariée et maman de 2 enfants. J’ai été adoptée en 1984, à l’âge de 21 mois par le biais de Miss Down Da Silva. J’ai grandi au sein d’une famille suisse très aimante.
J’ai eu la chance de retrouver ma mère biologique en 2001, avec le soutien de mes parents adoptifs avec qui j’ai d’ailleurs effectué ce voyage. Á l’époque, on ne parlait pas encore de tests ADN, et honnêtement, je ne me suis jamais posé plus de questions. Lorsque «l’affaire» des adoptions illégales au Sri-Lanka est sortie dans les médias suisses, j’ai commencé à avoir des doutes et à avoir très peur de ne pas avoir retrouvé la bonne personne. Je suis devenue membre du groupe Facebook BTTR et par ce biais j’ai su comment commander et réaliser un test ADN. Avec un énorme soulagement, le test s’est révélé être positif.
Aujourd’hui, je me sens entière. Je m’autorise enfin à vivre en revendiquant mes deux familles et mes deux cultures, qui font partie intégrante de moi. Je n’éprouve plus de conflit de loyauté par rapport à mes parents adoptifs. Tout semble penser qu’il s’agit d’une fin pour moi, mais ce n’est que le début de quelque chose. Mon histoire et celle de ma propre famille ne fait que commencer aujourd’hui. La boîte de Pandore s’est ouverte, avec toutes sortes de nouveaux questionnements. Comment concrètement vivre au quotidien avec ma famille sri-lankaise ? Comment échanger au maximum ? Quand partir ? Pourrais-je rencontrer d’autres membres de ma famille ? Comment mes frères et sœurs du Sri-Lanka vont réagir en nous voyant ? Etc.

N.G.

Seit ich 7 bin , frage ich mich wiso ich im Heim bin und nicht bei der richtigen Mami ,was sind das für Eltern von hier…warum…Die Gruppenleiter ich wusste nicht was das alles ist. auf einmal so viele Kinder / konnte mich damit nicht anfreunden….ab da gings dann richtig mies zu und her…
Warum schlugen die Gruppenleiter / Soziz einem aufs Maul ,wenn mann nach der Leiblichen  Mami gefragt hat?
Irgendwie hab ich keine Lust mehr mich mit diesem Zeugs zu befassen, es geht mir sofort schlechter, Schmerzen tauchen wieder vermehrt im Rücken sowie Ohr (stechen) bis in den Hals auf die Wirbelsäule aus, was der Osteopath zur Zeit auch behandelt. Der Stress , sei auch ein Problem, das es verspannt sei und dann schmerzt mit den belastungen zusammen. Es ist zwar besser geworden aber der obere Bereich vom Ohr, Hals, Wirbelsäule,  rechter oberarm / Schulter, ist Total hart ,das kommt von den Schweren Lasten heben in der Kindheit ,im Heim und Wochenenden bei dem Typen von der Adoptivmutter’, Sägerei ,ständig Bretter beigen, das kozte mich so an, daher auch immer wieder eskalationen / unstimmigkeiten, schuldzuweisungen, wenn die katze mir aufs Kopfkissen pisst, dann bin ich das gewesen , er glaube mir nicht da ich früher auch immer ins Bett gepisst hätte….und im Keller hätte ich den Stromstecker ausgezogen und das Fleisch im Tiefkühler war dann verdorben….Das waren die letzten solche heftigen Abenteuer….
Sie sagte am Tel. ständig ….ich sei doch so ein süsses baby gewesen usw. ….ich sage nur ….sind das nicht alle, wenn sie babys sind ….??? wir werden auch grösser….

A.H.